Quiz zu Kap. 8 Nachhaltigkeitsmarketing (Bachelor)Online version
Quiz zu Herausforderungen und Ansätzen des Nachhaltigkeitsmarketings
1
Nachhaltigkeitsmarketing ist gekennzeichnet durch:
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2
Zu den besonderen Ansprüchen des Nachhaltigkeitsmarketings gehören:
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3
Was wird unter der "Vertrauensgut-Problematik" im Nachhaltigkeitsmarketing verstanden?
4
Wodurch ist das Anreizdilemma im Nachhaltigkeitsmarketing gekennzeichnet?
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5
Durch welche Eigenschaften sind LOHAS gekennzeichnet?
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6
Welche Aussagen zum Bio-Markt in Deutschland sind zutreffend?
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7
Welche Elemente gehören zu einer nachhaltigen Marketing-Konzeption?
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8
Welche Aussage ist mit Blick auf die individuelle Kosten-Nutzen-Wahrnehmung im Nachhaltigkeitsmarketing zutreffend?
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9
Welche Ansätze gehören zur nachhaltigen Produktpolitik?
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10
Ansätze nachhaltiger Distributionspolitik sind ...
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11
Welche Elemente gehören zum erweiterten Marketing-Mix im Sinne des transformativen Nachhaltigkeitsmarketings (Strukturpolitik, 6 P)?
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12
Was versteht man unter "Greenwashing"?
13
Welche Aussagen sind mit Blick auf die Anti-Green-Washing-Regulierug der EU und Deutschlands korrekt?
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Erläuterung
Das Nachhaltigkeits-Marketing ist eine Konzeption zur marktorientierten Führung eines Unternehmens, sodass die Bedürfnisse der Kunden befriedigt und Unternehmensziele erreicht werden und gleichzeitig die Anforderungen des Marktumfeldes, der Gesellschaft und der natürlichen Umwelt Berücksichtigung finden. Damit geht Nachhaltigkeitsmarketing über das Marketing für ökologisch und sozial produzierte Produkt hinaus und wird zu einem nachhaltigkeitsbezogenen Austauschmanagement (mit Stakeholdern und Partnern z.B. in der Supply Chain, langfristige Kundenbeziehungen etc.).
Zu den besonderen Ansprüchen des Nachhaltigkeitsmarketings zählen weitreichende Informationsaufgaben zur Produktqualität, -verwendung, -pflege, - entsorgung und -reparatur, die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette inkl. der Produktionsbedingungen und auch die verbesserte Versorgung einkommensschwacher Bevölkerungsanteile. Nachhaltiges Konsumverhalten soll durch attraktive Angebote und "Nudges" unterstützt werden.
Typische ökologisch-soziale Produkt-Eigenschaften wie Herkunft aus biologischer Landwirtschaft oder Produktion ohne Kinderarbeit sind vom Konsumenten vor und auch nach dem Kauf nicht zu vertretbarem Aufwand überprüfbar und müssen "vertraut" werden.
Das Anreizdilemma entsteht durch höhere individuelle Kosten beim Kauf nachhaltiger Produkte, wobei der Nutzen jedoch primär gesellschaftlicher Art ist.
LOHAS (Lifestyle of Health & Sustainability) sind eine größere Konsumentengruppe, die beim Konsum Wert auf Gesundheit, ökologischen Anbau, fairen Handel und die Achtung von Menschenrechten legt. LOHAS sind modern, technikaffin, weisen i.d.R. ein mittleres bis höheres Einkommen und Bildungsniveau auf und lehnen Konsum nicht ab, möchten aber mit gutem Gewissen und bewusst konsumieren.
Der Bio-Markt in Deutschland wächst seit Jahren kontinuierlich mit ca. 5-7 %, jedoch macht der Gesamtanteil von Bio-Lebensmitteln nach wie vor nur 6,5 % aus. Nachbarländer wie die Schweiz oder Österreich haben ein deutlichen höheren Pro-Kopf-Konsum an Bio-Lebensmitteln. Aufgrund der steigenden Nachfrage müssen ca. 20 % der Bio-Lebensmittel importiert werden.
Zu einer nachhaltigen Marketing-Konzeption gehören eine nachhaltige Marketingstrategie (eingebettet in Unternehmens- und Basisstrategie im NaMa), die Postionierung, die Zielgruppen-Segmentierung und -Ansprache sowie der Marketing-Mix, der im Nachhaltigkeitsmarketing aus 6 P besteht.
Zur nachhaltigen Produktpolitik gehören die Gestaltung nachhaltiger Produkte (z.B. langlebige Materialien, Kreislauffähigkeit), der Verpackung, nachhaltige Markenbildung und die nachhaltigkeitsorientierte Sortimentsgestaltung.
Der nachhaltige Marketing-Mix besteht aus Product (Produktpolitik), Place (Distributionspolitik), Promotion (Kommunikationspolitik), Price (Preispolitik) sowie Politics und Public Opinion.
Kritische Bezeichnung für Marketing- und PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür hinreichende Gründe, insb. entsprechende Maßnahmen im Rahmen der Wertschöpfung, gibt.
Seit 2024 ist die EU-Richtlinie "Empowering Consumers for the Green Transition" in Kraft, die in Deutschland u.a. im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) ab 09/2026 umgesetzt wird. Allgemeine Aussagen wie öko, nachhaltig oder klimaneutral werden deutlich eingeschränkt und sind nur mit klarem Leistungsnachweis möglich. Zudem dürfen nur noch staatliche oder unabhängig zertifizierte Nachhaltigkeitslabel aufgebracht werden - unternehmenseigene, nicht extern geprüfte Zeichen sind damit nicht mehr erlaubt.
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